Nachhaltige Ostern

7 Tipps für nachhaltige Ostern 🐰

Ostertraditionen sind den Deutschen wichtig: Aus einer Umfrage geht hervor, dass mehr als drei von vier Personen sich wünschen, das Fest mit Freunden oder Familie zu feiern. Dass das auch ohne Berge von Verpackungsmüll, aber mit cleverer, selbstgemachter Deko, fairen Eiern und Schokolade und einem rundum grünen Gewissen geht, das zeigen wir im Blog! Mit unseren jährlichen Tipps für nachhaltige Ostern wollen wir alle dazu ermutigen, ein schönes, grünes Osterfest in den eigenen vier Wänden zu feiern und dabei unsere Umwelt zu schonen. Viel Spaß!

1. Bio & Freiland-Eier statt Käfighaltung

Es sollen traditionelle Ostereier sein? Für Tierwohl und Nachhaltigkeit achte beim Kauf deiner Ostereier auf Bio-Siegel und Kennzeichnung. Seit 2012 ist zwar die Einzel bzw. Käfighaltung von Legehennen in Deutschland verboten, die Haltung in sogenannten ausgestalteten Käfigen oder Kleingruppenhaltung ist jedoch weiterhin erlaubt. In Kleingruppenhaltung und Käfighaltung gibt es meistens sehr wenig Platz pro Tier – oft bleibt den Hennen nicht mal soviel Platz wie ein DIN A4-Blatt. Die erste Ziffer des Stempels gibt Aufschluss über die Haltungsform der Hühner:
 
🟢 0 = Biohaltung (bietet den Hennen am meisten Platz und Auslauf)
🟡 1 = Freilandhaltung (bietet den Hennen Auslauf im Freien)
🟠 2 = Bodenhaltung (weniger Bewegungsmöglichkeiten und kein Auslauf)
🔴 3 = Kleingruppen-/Käfighaltung (ganz fies: kein Auslauf und extrem wenig Platz)

Bei der Produktion von Bio-Eiern gelten immerhin die strengsten Regeln: Die Tiere dürfen nicht in Käfigen gehalten werden, haben vier Quadratmeter Auslauf, Platz auf Sitzstangen und einen Stall mit Stroh, Holzspänen und Sand. Auch die hier verwendeten Futtermittel müssen aus ökologischer Landwirtschaft stammen. 

Ei aus Bodenhaltung mit Stempel-Kennzeichnung

Ein Ei aus Bodenhaltung aus Österreich. Geht besser, oder?

Das anschließende Kürzel gibt übrigens Auskunft über das Herkunftsland, sowie die Stallnummer. Über den Stempel hinaus sind auch Bioland, Demeter, Naturland und die Bruderhahn-Initiativen moralisch vertretbare Eier-Erzeuger. Der regionale Eier-Kauf im Bioladen um die Ecke ist dann natürlich noch besser.

Wie nachhaltig sind bunte Eier aus dem Supermarkt? 

Vorsicht! Bunt bemalte gekochte Eier, die man zur Zeit in jedem Supermarkt fertig kaufen kann, unterliegen nicht den Kennzeichnungsregeln für rohe Eier. Als Käuferin und Käufer kann man nicht erfahren, aus welcher Haltungsform die Eier stammen – also Finger weg! Wer dieses Jahr lieber ganz auf Eier verzichten möchte, den interessiert vielleicht unser Tipp 3 Veganes Rührei ...

2. Mit natürlichen Farben färben

Gefärbte Eier sind also von der Kennzeichnungspflicht ausgenommen. Sowieso viel besser: selber färben! Besonders Kindern macht das viel Freude. Am besten färbt ihr auf ganz natürliche Art und Weise, statt mit umstrittenen Azofarbstoffen und anderen chemischen Farben. Hibiskusblüten geben ein blasses Himmelblau, Kurkuma leuchtet goldgelb, rote Beete führt zu einem natürlichen Rot und der Klassiker, die Zwiebelschale, zaubert ein sattes Goldbraun auf die Eierschale. Weitere Farbrezepte & Tipps findet ihr hier. Wem das insgesamt zu aufwendig ist: Einige Hersteller bieten auch fertige und biologische Eierfarben zu Ostern an!

Natürlich gefärbte Eier in rosa, sowie ungefärbte Eier.
Wer Ostern nachhaltig feiern möchte, achtet auf nachhaltige Farben!

3. Veganes Oster-Rührei

Natürlich geht es auch ganz ohne Ei und trotzdem mit gutem Geschmack. Für ein leckeres veganes Rührei brauchst du für zwei Personen: 

  • 200 g Natur Tofu
  • 1 Zwiebel fein gewürfelt
  • 1-2 EL Pflanzenöl
  • 2 TL Hefeflocken
  • ⅓ TL Kurkuma (für die Farbe)
  • 75 g Soja-Joghurt ungesüßt
  • ½ TL Kala Namak oder normales Salz (nach Geschmack)
  • Pfeffer (nach Geschmack)
  • optional: Frühlingszwiebeln, Kirschtomaten, Dill, Petersilie etc. 
  1. Zwiebeln in Öl glasig anbraten, Tofu hinzugeben und mit anbraten.
  2. Nach ein paar Minuten Hefeflocken, Kurkuma und Pfeffer darüber streuen und gut vermengen.
  3. Soja-Joghurt dazu und 2-3 Minuten bei niedriger Hitze ziehen lassen.
  4. Am Schluss würzen mit Kala Namak/Salz
    Guten Appetit!

4. Nachhaltige Ostern mit fairer Schokolade aus gutem Kakao

Eine Umfrage des Bundesverbandes der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) hat ergeben, dass zum Osterfest 2024 rund 240 Millionen Schoko-Hasen produziert wurden. Das ist schon eine ganze Menge Schokolade, vor allem wenn man bedenkt, dass die meisten Hasen auch hierzulande aus Massenkakao mit zweifelhafter Herkunft gefertigt werden. Schokoladenprodukte mit dem Fairtrade-Gütesiegel garantieren zumindest einen Mindestpreis für die Kakaobauern und -Bäuerinnen.

Eine gute Übersicht über die verschiedenen Nachhaltigkeitssiegel bei Schokoladen gibt es bei der Inkota-Kampagne "make chocolate fair". Als besonders fair gilt hier die Herstellung der Schokolade im jeweiligen Anbauland selbst, so wie bei den Schokoladen von fairafric. 

Auch der Schokoladen-Scorecard 2024 von der Organisation "Be Slavery Free" gibt einen guten Überblick. Hier werden jährlich die größten Schokoladenhersteller nach Umweltfreundlichkeit und fairer Produktion bewertet. 

Wer den nachhaltigen Kakaoanbau unterstützen möchte, für die oder den ist vielleicht eine Kakaobaum-Patenschaft in Panama ein ganz besonders Ostergeschenk

Faultiermama mit Faultierbaby in unserem Kakaowald

Osterschokolade mal anders: Mit unserem KakaoBaum förderst du den nachhaltige Kakaoanbau und schützt gleichzeitig Lebensraum.

5. Fleischfrei, regional & saisonal zum Osterbrunch

Auch wenn der Osterbrunch in diesem Jahr vielleicht kleiner ausfällt als sonst – Traditionen, wie das gemeinsame Osterfrühstück, machen die Feiertage auch im kleinen Kreis zu etwas Besonderem. Beim Schlemmen konzentriert man sich dabei am besten auf Lebensmittel, die nicht einmal um die halbe Welt transportiert werden mussten, um auf dem Ostertisch zu landen. Champignons, Lauch, Spargel, und Spinat haben im April ihren großen Auftritt! Saisonale Rezepte für ein nachhaltiges Ostermenü findest du zum Beispiel hier. Ganz traditionell wird an Karfreitag auf Fleisch verzichtet – sowieso schon gut für Klima und Umwelt. Aber auch beim Kauf von Fisch und Meerestieren solltest du auf Siegel und Herkunft achten. Sehr hilfreich ist dabei der Fischratgeber des WWF: hier kannst du ganz bequem online prüfen, ob der Kauf einer bestimmten Fischart unbedenklich ist. Rotbarsch zum Beispiel solltest du ganz vom Speiseplan streichen – der ist nicht nur aufgrund von Überfischung stark gefährdet, bei seinem Fang werden außerdem Jahrtausende alte Kaltwasserkorallen zerstört.

6. Plastikfreies Osternest und natürliche Dekoration

Besonders Kindern macht das Basteln für die Osterzeit großen Spaß. Statt auf künstliches Ostergras und Deko-Teilen aus Plastik solltest du aber auch hier lieber auf natürliche Materialien zurückgreifen: Moos und Gräser machen sich im Körbchen viel besser als billiges Plastikgras und sorgen für nachhaltige Ostern. Aus Kartonresten, Tonschalen oder einer Camembert-Verpackung lassen sich wunderbare Osterkörbchen basteln und bei einem Frühlingsspaziergang mit der Familie kann man wunderbar Zweige, Moos, Blumen und andere Materialien zum Verzieren einsammeln.

Basteln mit Naturmaterialien: Nicht nur nachhaltig, sondern auch besonders schön, finden wir. Foto: pixabay

7. Nachhaltige Ostergeschenke

Klar – wer zu Ostern Schokolade verschenken will, achtet natürlich darauf, das diese fair und möglichst nachhaltig produziert wurde. Wem nur" Schokolade zu wenig ist, und wer mit seinem Ostergeschenk gleichzeitig etwas Gutes für Klima, Artenvielfalt und Umwelt tun will, dem sei unsere Kakaobaum-Patenschaft ans Herz gelegt: Der KakaoBaum ist eine Baumpatenschaft in Panama. Die Kakaobäume wachsen dort nicht in einer Monokultur auf einer Plantage, sondern in einem echten artenreichen Wald neben vielen anderen Bäumen und Pflanzen. Ein nachhaltiges Ostergeschenk das nicht nur deinen Lieblingsmenschen, Naschkatzen und Alltagsheldinnen und -helden Freude bereitet, sondern auch den darin lebenden Faultieren. 

Frohe Ostern für dich und deine Liebe!

 

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